25.05.2018

Zweitschlüssel für Vermieter

Immobilien aktuell

Sobald der Mietvertrag rechtsgültig zustande gekommen ist, hat der Mieter das alleinige Nutzungsrecht an der Wohnung. Das bedeutet auch, dass der Vermieter dem Mieter alle Wohnungsschlüssel übergeben muss. Der Vermieter darf keinen Schlüssel behalten. Wer dennoch einen Zweitschlüssel verwahrt und ohne Wissen des Mieters die Wohnung betritt, begeht Hausfriedensbruch. Der Mieter kann daraufhin fristlos kündigen. Auch Heimlichtuerei kann für den Vermieter teuer werden. Erfährt der Mieter, dass der Vermieter einen Zweitschlüssel besitzt, kann er auf Kosten des Vermieters das Türschloss auswechseln. Mit Zustimmung des Mieters kann der Vermieter jedoch einen Schlüssel behalten, um im Notfall (z. B. Wasserrohrbruch) und bei längerer Abwesenheit des Mieters die Wohnung betreten zu können.

Weitere Urteile

Neutrale Wände nach Auszug: Immer wieder wird vor Gerichten darüber gestritten, ob bunte Wände beim Auszug vom Mieter weiß gestrichen werden müssen oder nicht. Der Bundesgerichtshof hat dazu verkündet, dass Mieter auffallend bunt gestrichene Wände nach dem Auszug mit heller und neutraler Farbe streichen müssen. Der Mieter hat zwar das Recht, während der Mietzeit die Wände ganz nach seinem persönlichen Geschmack bunt zu streichen, jedoch müssen die Wände beim Auszug einen neutralen Anstrich haben, der dem „allgemeinen Geschmack“ entspricht und möglichst vielen Mietinteressenten gefällt.

Einbauküche über zehn Jahre abschreiben: Bislang konnten Vermieter beim Einbau einer neuen Einbauküche in ein Mietobjekt die Kosten für Spüle und Herd sofort als Erhaltungsaufwand geltend machen. Doch ein Vermieter aus Schleswig-Holstein wollte darüber hinaus auch für weitere Einzelmöbel wie z.B. die Unterschränke und Regale den Sofortabzug einklagen. Seiner Argumentation nach sei jedes Möbelstück einzeln zu betrachten und aufgrund des unter 410 Euro liegenden Einzelpreises als geringwertiges Wirtschaftsgut zu behandeln. Die Richter am Bundesfinanzhof teilten diese Auffassung nicht. Sie verschärften sogar den Ausgabenabzug dahingehend, dass nun sämtliche Küchengeräte, auch Spüle und Herd, in die Gesamtkosten einbezogen und einheitlich über zehn Jahre abgeschrieben werden müssen. 

Immobilientipps

18.10.2019
Klare Regeln für Maklerverträge
11.10.2019
Immobilien aktuell
04.10.2019
Energiekosten senken, Schimmelpilze vermeiden

VID - ein Unternehmen der