30.08.2019

Günstige Miete gefährdet Werbungskostenabzug

Immobilien aktuell

Wer eine Wohnung zu verbilligten Konditionen vermietet, riskiert eine anteilige Kürzung des Werbungskostenabzugs für das Mietobjekt. Das ist dann der Fall, wenn die Miete weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Miete beträgt. Vor allem bei nahen Angehörigen, wie zum Beispiel Kindern, werden gerne die Mieten so niedrig gehalten, dass sie knapp über der 66 Prozent-Grenze liegen. Das ist von Vorteil für beide Seiten: Der Vermieter muss weniger Mieteinnahmen versteuern bei gleichzeitiger Vollausnutzung des Werbungskostenabzugs. Der Mieter profitiert von der niedrigen Miete. Diese Vertragsgestaltung kann allerdings dann scheitern, wenn das Finanzamt die ortsübliche Miete höher ansetzt als der Vermieter. Daher sollten Sie als Mieter Ihre Wertfindung dokumentieren und dem Finanzamt auf Anfrage beweiskräftige Unterlagen vorlegen können, wie zum Beispiel Mietangebote aus dem Internet.

Weitere Immoblienurteile

Fahrradstellplatz: In Mehrfamilienhäusern ist es nicht immer einfach, eine Abstellmöglichkeit für Fahrräder zu schaffen. Doch wohin mit dem Fahrrad, wenn es weder vor dem Haus noch im Hinterhof vernünftige Abstellplätze gibt? Grundsätzlich haben Mieter keinen Rechtsanspruch auf einen Fahrradabstellplatz. Sind keine Stellplätze für das Fahrrad vorhanden, dann dürfen Mieter hierfür den Flur als Abstellplatz nutzen. Jedoch darf das Fahrrad niemanden behindern und keine Fluchtwege blockieren. Alternativ kann das Fahrrad auch in der Wohnung oder auf dem Balkon abgestellt werden. Wenn jedoch vernünftige Fahrradstellplätze z. B. im Hof oder Keller vorhanden sind, dann muss der Mieter diese auch nutzen. Er darf dann sein Fahrrad nicht „wild“ vor dem Haus oder im Flur parken, wenn der Mieter dies untersagt hat.

Treppenhausreinigung: Immer wieder kommt es zwischen Vermietern und Mietern zum Streit, wenn es um die Reinigung des Treppenhauses geht. Nach Angaben des deutschen Mieterbundes sind Mieter in Mehrfamilienhäusern verpflichtet, das Treppenhaus zu reinigen, wenn dies im Mietvertrag vereinbart worden ist. Andernfalls kann der Eigentümer eine Reinigungsfirma beauftragen. Die entstandenen Kosten müssen vom Mieter übernommen werden. Jedoch muss der Eigentümer erst den Mieter auffordern, das Treppenhaus zu reinigen. Kommt dieser der Aufforderung nicht nach, kann der Eigentümer eine Reinigungsfirma beauftragen.
 

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