22.11.2019

Maximal vier Jahre Mindestmietdauer

Immobilien aktuell

Laut Bundesgerichtshof darf die Mindestmietdauer für Wohnraum maximal vier Jahre betragen, da ansonsten der Mieter unangemessen benachteiligt wird. Werden mehr als vier Jahre vereinbart, dann ist die Klausel ungültig und die gesetzliche Kündigungsfrist gilt.

Üblicherweise werden Laufzeiten zwischen ein und vier Jahren abgeschlossen. Der Deutsche Mieterbund schätzt, dass mittlerweile jede fünfte Wohnung so vermietet wird.

Weitere Immobilienurteile

Fenster putzen: Das Putzen von Fenstern, die sich nicht öffnen lassen, ist eine schwierige Aufgabe. Daher forderte ein Mieter einer Loftwohnung, bei der sich nicht alle Fenster öffnen ließen, seinen Vermieter auf, die starren Fensterelemente alle drei Monate von außen reinigen zu lassen. Zur Begründung gab er an, dass durch die regelmäßige Verschmutzung der Fenster der Blick nach draußen nur beschränkt möglich und somit der Wohnwert gemindert sei. Nachdem das Landgericht Mainz dem Mieter zum Teil Recht gab, ging der Fall bis zum Bundesgerichtshof (BGH). Die Richter des BGH entschieden, dass die bloße Fensterreinigung nicht zu den Instandhaltungs- oder Instandsetzungsaufgaben eines Vermieters gehört. Der Mieter kann die Reinigungskosten nicht auf den Vermieter abwälzen.   

"Besenreine" Wohnung: Viele Wohnungen müssen laut Mietvertrag nach dem Auszug „besenrein“ übergeben werden. Doch was ist darunter zu verstehen? Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes heißt es, dass die Wohnung mit einem Besen grob gereinigt werden muss. Der Mieter hat seine Pflicht erfüllt, wenn er grobe Verschmutzungen beseitigt hat. Die Formulierung „besenrein“ begründet keine spezielle Reinigungsverpflichtung.